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🚒 Technische Mannschaftsübung am 27.02.2026 – St. Margarethen 🚒
Am 27.02.2026 fand bei der Bauhofeinfahrt in St. Margarethen eine technische Mannschaftsübung mit dem Szenario „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ statt. Übungsziel war es, die verunfallte Person unter realitätsnahen Bedingungen möglichst rasch und zugleich patientenschonend aus dem Fahrzeug zu befreien. Dabei kamen sämtliche zur Verfügung stehenden technischen Rettungsmittel zum Einsatz.
Ein zentrales Element solcher Übungen ist das Zeitmanagement im Sinne der „Golden Hour of Trauma“ (auch „Golden Hour of Shock“ genannt). Dieses notfallmedizinische Konzept besagt, dass die Überlebenschancen eines Schwerverletzten deutlich steigen, wenn innerhalb der ersten 60 Minuten nach dem Unfall eine definitive klinische Versorgung eingeleitet wird.
Bedeutung der „Golden Hour“ bei Verkehrsunfällen
Im Rahmen der „Golden Hour“ teilen sich die 60 Minuten auf mehrere Phasen auf: Etwa fünf Minuten vergehen vom Unfall bis zur Alarmierung. Die Anfahrt der Einsatzkräfte dauert rund zehn Minuten. Für Erkundung, Absicherung und Vorbereitung werden etwa fünf Minuten benötigt. Die technische Rettung der eingeklemmten Person nimmt idealerweise rund zwanzig Minuten in Anspruch. Für den Transport in ein geeignetes Traumazentrum sind abschließend etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten einzuplanen.
Fazit
Solche realitätsnahen technischen Übungen sind essenziell, um im Ernstfall routiniert, koordiniert und innerhalb der „Golden Hour“ handeln zu können. Besonders bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen entscheidet ein effizientes Zusammenspiel aller eingesetzten Kräfte maßgeblich über den Einsatzerfolg.