Flugdienststützpunkt Burgenland Nord
Flugdienststützpunkt Burgenland Nord
Eine Gruppe Feuerwehrleute in orangefarbenen Uniformen posiert vor einem Hubschrauber unter einem bewölkten Himmel.
Die Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen stellt einen bedeutenden Schritt in der taktischen und technischen Weiterentwicklung der Feuerwehren dar. Hubschrauber und Flugzeuge sind heute unverzichtbare Unterstützungsmittel bei Wald- und Flächenbränden sowie bei Einsätzen in schwer zugänglichem Gelände oder bei Hochhausbränden.
Vorteile des Einsatzes von Luftfahrzeugen
Der Einsatz von Luftfahrzeugen bietet wesentliche Vorteile:
Große Entfernungen können in kürzester Zeit überwunden werden.
Höhenunterschiede und Hindernisse, deren Überwindung am Boden enormen Zeit- und Kraftaufwand erfordern oder gar unmöglich wäre, stellen aus der Luft kein Problem dar.
Löschwasser, Geräte und andere Lasten können rasch und effizient transportiert werden.
Für die Einsatzführung ergibt sich aus der Luft ein deutlich besserer Überblick über die Gesamtlage.
Aufgaben von Luftfahrzeugen im Feuerwehreinsatz
Luftfahrzeuge übernehmen im Einsatz folgende Aufgaben:
Erkundung und Beobachtung
Unterstützung der Einsatzführung
Transport von Einsatzkräften, Geräten und Versorgungsgütern
Evakuierung von Personen aus Gefahrenbereichen
Flugzeuge können durch eingebaute Wassertanks zur direkten Brandbekämpfung bei Wald- und Flächenbränden eingesetzt werden. Hubschrauber ermöglichen den Transport von Löschwasser mittels Löschwasser-Transportbehältern sowie Außen- und Innenlasttransporte.
Damit die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Luftfahrzeugen reibungslos funktioniert, sind fundierte Kenntnisse, gegenseitiges Verständnis und regelmäßige gemeinsame Übungen erforderlich. Diese Qualifikationen werden im Rahmen der Ausbildung zum Flughelfer vermittelt.
Feuerwehr-Flughelfer
Feuerwehr-Flughelfer sind speziell ausgebildete und ausgerüstete Feuerwehrmitglieder, die die Besatzungen und das Bodenpersonal von Luftfahrzeugen im Feuerwehreinsatz unterstützen.
Als Flughelfer dürfen ausschließlich Feuerwehrmitglieder eingesetzt werden, die eine entsprechende Ausbildung erfolgreich absolviert haben. Der Abschluss wird durch einen Ausweis bestätigt. Zur eindeutigen Kennzeichnung tragen Flughelfer eine orange Uniform beziehungsweise eine orange Warnweste mit der Aufschrift „Feuerwehr-Flughelfer“.
Die Ausbildung erfolgt in der Feuerwehrschule.
Aufgaben der Flughelfer
Erkunden, Vorbereiten und Absichern von Hubschrauberlandeplätzen
Räumen und Freihalten der Landeplätze
Meldung von Flughindernissen im Landeplatzbereich und im Einsatzraum
Meldung erkannter Gefahren für den Luftfahrzeugeinsatz
Einweisen von Hubschraubern
Herstellen und Halten der Funkverbindung zu Luftfahrzeugen
Übermitteln von Zielpunkten
Vorbereiten von Personen und Lasten für Innen- und Außenlasttransporte (Gewicht, Maße)
Überwachung von Personen und Geräten im Landeplatzbereich
Beobachtung und Meldung aus der Luft
Mithilfe beim Be- und Entladen
Einhängen von Außenlasten
Wegführen evakuierter Personen aus dem Gefahrenbereich
Arbeiten an Löschwasser- und Löschwasser-Transportbehältern
Befüllen der Wasserbehälter von Flugzeugen
Kenntnis der geltenden Bestimmungen für Transportbehelfe und Feuerwehr-Flugausrüstung
Stützpunkte und Zuständigkeit
Stützpunkte für den Feuerwehrflugdienst im Burgenland sind die Freiwillige Feuerwehr St. Margarethen im Burgenlandsowie die Feuerwehr Güssing.
Sachgebietsleiter für das Sachgebiet Flugdienst ist OBR Thomas Jandrasits.
Weitere Fotos unter Alben ersichtlich.